Er ist der stille Killer und oft unbemerkt: Bluthochdruck. Deshalb ist es wichtig ihn im Auge zu behalten.
Im Nacken knirscht und schmerzt es. Bei Verspannung gilt: Bewegung statt Schonung. Und wie Wärme und Gewürze helfen.
Mal wieder völlig verspannt? Zu lange am Computer gesessen oder sich zu wenig bewegt? Auch ungewohnte körperliche Belastungen – zum Beispiel Schreibtischarbeit oder Schneeschippen – verursachen häufig schmerzhafte Verspannungen. Stress oder Zugluft verstärken das Problem oft noch.
Dreimal pro Woche Gymnastik
Wer glaubt, mit Ruhe Verspannungen loszuwerden, irrt. Denn Schonhaltungen sind Gift für verkrampfte Muskeln. Besser ist die richtige Mischung aus Bewegung und Entspannung, zum Beispiel muskelstärkende Gymnastik, zwei- bis dreimal wöchentlich. Wirkungsvoll sind auch Radfahren und Schwimmen. Besonders (Nordic)Walking hilft zudem, die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu verbessern. Das Gleiche gilt für Yoga, das zudem Stress abbaut – ein wichtiger Risikofaktor für Verspannungen.
Eine Frage der Haltung
Um Verspannungen vorzubeugen, ist rückenfreundliches Verhalten im Alltag entscheidend. Das heißt: am Schreibtisch öfter mal die Sitzposition verändern und sich ausgiebig recken und strecken. Gut ist es, regelmäßig kurz aufzustehen – zum Beispiel beim Telefonieren – und ein paar Schritte umherzugehen. Der Arbeitsplatz (Stuhl, Schreibtisch, Tastatur) sollte möglichst ergonomisch eingerichtet sein.
Bei der Arbeit gibt es viele Möglichkeiten, sich mehr zu bewegen: Lieber die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen und in der Mittagspause eine Runde um den Block gehen.
3 x mehr Bewegung
Das hilft bei Verspannungen am Schreibtisch:
1. Dehnt den Rücken und löst Blockaden:
Vor einen Stuhl stellen, die Knie sind leicht gebeugt. Die Hände auf die Stuhlfläche legen und einen Katzenbuckel machen. Der Kopf hängt locker zwischen den Schultern.
2. Kräftigt Schulter und Nacken:
Mit geradem Rücken auf dem Stuhl leicht nach vorne beugen. Die Oberarme zeigen parallel zum Boden, die Unterarme im rechten Winkel nach oben. Arme langsam vor- und zurückschieben. Die Schultern nicht hochziehen.
3. Gegen Verspannungen der Halsmuskulatur:
Aufrecht hinsetzen. Arme nach unten strecken, Handflächen zeigen nach außen. Kopf zur Seite lehnen und den entgegengesetzten Arm nach unten schieben. 20 Sekunden halten. Die Seite wechseln.
Hausmittel zur Entspannung
Die altbewährte Wärmflasche, aber auch Körnerkissen können Verspannungen lindern. Ob mit Dinkel-, Roggen-, Weizenkörner oder Kirschkernen: Alle speichern Wärme, die tief in das Gewebe eindringt. Das Kissen ein bis zwei Minuten bei maximal 600 Watt in der Mikrowelle erwärmen, 20 Minuten auflegen und bei Bedarf wiederholen.
Ein warmes Bad mit Zusätzen wie Lavendel oder Rosmarin fördert die Durchblutung. Auch eine klassische Massage kann Linderung bringen. Besonders wirkungsvoll ist die Kombination aus Massage und Sauna.
Gewürz und Wärme
Sind die Beschwerden erst mal da, wirkt direkte Wärme lindernd. Wärmepflaster aus der Apotheke mit dem Paprika-Wirkstoff Capsaicin verstärken die Durchblutung an der richtigen Stelle. Wichtig: Pflaster nur auf unverletzte Haut kleben und nach maximal zwölf Stunden entfernen.
Wärmepflaster
Für empfindliche Haut gibt es schonende Wärmeauflagen aus weichem, hautfreundlichem Gewebe. Sie bestehen aus Schichten, zwischen denen sich einer Mixtur aus Eisenpulver, Aktivkohle, Kochsalz und Wasser befinden. Kommt die Mischung mit Luft in Verbindung wird Wärme frei.
Mario Mustermann,